Journalistische Standards: Wenn Fakten die Meinung stören
Nach dem Amoklauf in Hamburg vom 9. März 2023 strahlte der NDR einen erstaunlichen Beitrag aus
Als in der Landespressekonferenz am 14. März 2023 Innensenator Andy Grote (SPD) und der damalige Polizeipräsident Ralf Martin Meyer den Ermittlungsstand zum Amoklauf bei den Zeugen Jehovas präsentieren, kommt es zum Eklat:
Auf die Feststellung, dass Amokschütze Philipp F. seine wirren Weltsichten in einem selbstgeschriebenen Buch auf Englisch veröffentlicht habe und die Beamten lediglich normales Schulenglisch verstünden, kommt es zu Tumult unter den anwesenden Medienvertretern, laute „Skandal“-Rufe ertönen in der Landespressekonferenz.
Der Druck auf Senator Grote ist zu diesem Zeitpunkt immens, immer mehr Details kommen an die Öffentlichkeit, die das Vorgehen von Polizei und Innenbehörde bei der möglichen Verhinderung des Amoklaufs mit acht Toten und zahllosen Verletzten am 9. März 2023 kritischen hinterfragen lassen. Es bestand ein regelrechter Erklärungsnotstand und bis heute blieben Fragen zu dem Handeln der verantwortlichen Behörden offen.
Umso erstaunlicher wirkt der Beitrag, den NDR PANORAMA 3 kurz darauf am 21. März 2023 ausstrahlte und der noch heute in der Mediathek unter dem Titel „Nach Amoklauf in Hamburg: Diskussion um Sportschützen“ unverändert zu finden ist, denn darin findet sich keine Spur von den bereits eine Woche zuvor eingeräumten Versäumnissen. Ganz im Gegenteil, gleich am Anfang heißt es: „Mehr als eine Million Sportschützen in diesem Land stehen plötzlich wieder unter Generalverdacht.“
Die Autorin hatte sich zum Verein für Freihandschießen 1862 e.V. in Hannover begeben, einem „traditionellen Schützenverein“, wie bekundet wird. Dort schießt sie vor der Kamera zum ersten Mal mit einer Großkaliberpistole im Kaliber 9mm, gezeigt wird sie beim Verwenden einer SIG Sauer X-Six aus der Modellreihe P226. Der Schießstand ist ein moderner Kurzwaffenstand und auch die Pistole ist nur wenig Traditionell, es ist die aktuelle Sportversion des Herstellers. Die ersten Schüsse als Gast gibt die Journalistin statisch ab, auf 25 Meter und die Ringscheibe, also genau so, wie es auch üblich ist.
Nach Schnittbildern vom Amoklauf in der Deelböge – der Autor gehörte an diesem Abend des 9. März 2023 zu den ersten Journalisten am Tatort und berichtete unter anderem für die BILD und t-online direkt vom Tatort – wechselt das Bild zum Hanseatic Gun Club in der Hamburger Innenstadt, wo Philipp F. Mitglied war. Zeugen, die Philipp F. dort beim Schießen erlebten, berichteten dem Autor später davon, dass der spätere Täter dort ausschließlich statisch auf 25 Meter mit der Pistole geschossen habe und ein ausgesprochen schlechter Schütze gewesen sei.
Obwohl es sich also um die exakt gleichen Übungen handelt, wird zu den Außenaufnahmen des Gun Club getextet: „Philipp F. war nicht Mitglied in einem traditionellen Schützenverein, sondern hier, im Hanseatic Gun Club.“
Während „im Club posierende Waffenfans“ gezeigt werden, wurde dabei wohl schlicht übersehen, dass eben diese Bilder ebenfalls eine SIG Sauer X-Six zeigen. Mitglieder, so wird behauptet, können sich alleine eine Schießbahn mieten und es gäbe eine weitere Besonderheit: „Da kann nämlich jeder Mann und jede Frau einfach so schießen gehen, ohne, dass man Sportschütze ist oder werden möchte.“ Normaldenkende Menschen geraten ob dieses behaupteten Unterschiedes dann doch etwas ins Stutzen, hatte doch die Autorin eben genau dieses doch selbst unmittelbar am Anfang des Beitrages getan und sich dabei selbst präsentiert. Der behauptete „Unterschied“ existiert also tatsächlich überhaupt nicht. Zu allem Überfluss werden dann sogar Bilder von der Website des Gun Club gezeigt, die ausdrücklich die X-Six zeigen, die eingangs präsentiert wurde.
Hatte man die eigene Recherche inhaltlich gar nicht verstanden? Oder ging es angesichts des politischen Drucks auf Innensenator Grote darum, den Hanseatic Gun Club als politischen Sündenbock zu gerieren? Es war ausgesprochen auffällig, wie in den Tagen nach der Landespressekonferenz vom 14. März urplötzlich in zahlreichen Medien der Gun Club als regelrechter Buhmann thematisiert wurde. Mehrere Zeitungen mussten ihre Artikel dann nach Abmahnungen zurückziehen und selbst das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen einer angeblich gefälschten Prüfung von Philipp F. ging später aus wie das sprichwörtliche Hornberger Schießen, nachdem das Gericht der Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen um die Ohren schlug und feststellte, dass zur Einleitung der Ermittlungen noch nicht einmal ein ausreichender Verdacht vorgelegen hätte. Heinz Kollmeier, der Philipp F. damals die Sachkundeprüfung abnahm: „Aufgrund der schlechten Schießleistungen hielten wir das Zeugnis zurück und wollten bessere Ergebnisse sehen, obwohl er formal bestanden hatte. Die behauptete Manipulation bei der Prüfung gab es also real niemals, es gab nur Prüfungsansprüche, die über das gesetzlich geforderte Minimum hinausgingen und darauf gestützt eine interne Nachprüfung.“
Im Beitrag von PANORAMA 3 werden anschließend Ranglisten von Turnieren gezeigt, bei denen ein Rechtsradikaler über viele Jahre bei Turnieren des Clubs angetreten sein soll. Geradezu so als sei nicht etwa eine Waffenbehörde für die Bestimmungen des Waffenrechts zuständig, sondern ein Schießstandbetreiber. Die ketzerische Frage sei gestattet: Wieso wird gerade dann nicht die Waffenrechtsänderung von 2020 erwähnt, die für Schützen inzwischen eine regelmäßige Überprüfung durch die Verfassungsschutzbehörden obligat werden ließ und derlei Umtriebe zu Unterbinden in die Verantwortung der Behörden legt? Und wer, wenn nicht Andy Grote wäre dann in Hamburg eben dafür verantwortlich?
Ausgesprochen erstaunlich ist, dass in diesem Beitrag lediglich Stimmen zu Wort kommen, die die politischen Thesen der Autoren dem Schein nach untermauern, der Autor aber selbst in diesem Beitrag zu sehen ist: Er handhabt in den Schnittbildern die gezeigte Pistole Heckler & Koch P7. Und dieser Eindruck setzt sich fort: Interviewt zum Waffenrecht wurde der Hamburger Vertreter des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, der in der Gewerkschaft für seine kruden Thesen bei diesem Thema bekannt ist und hier ausführen darf, wobei er natürlich die Positionen des Andy Grote umfassend unterstützt. Dass der BdK zu diesem Zeitpunkt über zwei ausgewiesene Experten auf diesem Themengebiet verfügt und beide nicht angefragt wurden, erfährt der Zuschauer jedoch nicht: Olaf März leitete zu 2023 selbst noch die Abteilung für Waffenkriminalität beim LKA Sachsen-Anhalt und Niels Heinrich, der beim Nationalen Waffenregister (NWR) arbeitet und sogar den Kommentar zum Waffengesetz geschrieben hat, hat sein Büro sogar in Hamburg. Dazu befragt, bekundet Olaf März gegenüber dem Autor, dass er den Ausführungen im Beitrag massiv widersprochen hätte, wäre er gefragt worden.
Komplett unverständlich wird es jedoch, wenn es im Beitrag heißt:
„(…) und mit solchen legalen Waffen wurden in der Vergangenheit immer wieder Menschen getötet. Bei Amokläufen, aber vor allem bei Einzeltaten im persönlichen Umfeld. Wie viele Menschen insgesamt in Deutschland mit legalen Waffen von Sportschützen getötet wurden, darüber gibt es keine offizielle Statistik. Aber eine private Initiative, die sich gegen solche Waffen von Sportschützen einsetzt, die haben die Fälle zusammengezählt, die in der Presse berichtet wurden, die in kleinen Anfragen standen und kommen seit 1990 auf rund 300 getötete Menschen.“
Ein Blick in diese Liste der Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen“ zeigt allerdings, dass es mit dem Wahrheitsgehalt dieser Behauptungen nicht nur nicht sonderlich weit her ist, ganz offensichtlich widerspricht sie sogar den eigenen Berichterstattungen des NDR selbst, sind darin doch Fälle wie der Dreifachmord von Dänischenhagen und Kiel im Mai 2021 aufgeführt, der mit einer illegalen Maschinenpistole Uzi und einer schallgedämpften Pistole Walther PPK verübt wurden, die ebenfalls niemals in Erlaubnisdokumenten eingetragen war. Dazu hatte die ARD sogar am 22. Februar 2022 selbst eine Pressemitteilung herausgegeben. Entweder hatte also niemand die Quelle geprüft oder aber es war schlicht egal, ob die gezeigte Liste überhaupt stimmen würde.
Als nur noch erstaunlich jedoch kann man beschreiben, was der Zuschauer dann bei timecode 04:32 serviert bekommt: Der unter erheblichem Druck stehende Innensenator Andy Grote und die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), die am Tatort medienwirksam Blumen niederlegen. Aus dem Off heisst es zu diesen Bildern:
„Jetzt nach dem Attentat in Hamburg will Bundesinnenministerin Nancy Faeser das Waffenrecht endlich verschärfen. Ihre Hauptforderung: Psychologische Gutachten für alle, die eine legale Waffe beantragen.“
Der verliehene Heiligenschein für Andy Grote übersieht dabei, dass diese Forderung bereits seit dem 1. April 2023 im Waffengesetz reguliert ist für alle Personen unter 25 Jahren und für auffällige Zeitgenossen. Und er übersieht, dass solche „Gutachten“ ohnehin lediglich eine Momentaufnahme darstellt und demnach keinerlei praktischen Sinn bedeuten, wie mit diesem Thema befasste Fachpsychologen gegenüber dem Autor ausdrücklich bekunden. Christian Graf zu Bentheim, der solche Überprüfungen bereits seit Jahren durchführt: „Bereits in kurzer Zeit kann sich ein Mensch derart verändern, dass ein solches Papier vollkommen wertlos wäre. Besser wäre es, hier bei einem tatsächlich erkannten Bedarf solche Prüfungen vornehmen zu lassen und nicht einfach Statistiken zu füllen.“
So wirkt es auch ausgesprochen seltsam, dass die politische Forderung im Beitrag als geradezu perfekte Lösung präsentiert wird, sie jedoch niemals hinterfragt wird dabei. Und obendrauf ist die Behauptung einer Reaktion auf den Amoklauf durch Nancy Faeser eine simple Falschbehauptung, denn diese Forderung hatte die SPD-Ministerin bereits ein Jahr vor der Tat bekundet, der SPIEGEL hatte darüber ausführlich in einem Artikel vom 11. Februar 2022 berichtet.
In dem ausgestrahlten SPD-Werbefilm der Redaktion – man kann es nur noch so direkt bezeichnen – werden dabei auch Forderungen nach einer zentralen Aufbewahrung von Waffen auf Schießständen vorgestellt. Dabei tut man so, als sei diese Forderung eine neue Idee und könnte zu einer Lösung des Problems beitragen. Kein Wort erfährt der Zuschauer jedoch davon, dass diese Ideen bereits 2009 und 2012 politisch umfassend durchdiskutiert wurden und sich nicht nur als vollkommen praxisuntauglich erwiesen, sie würden auch ein sehr massives Sicherheitsproblem bedeuten, da diese „Lösung“ bereits Todesfälle verursacht hatte. Aus diesem Grund hatten sich die Sachverständigen von Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften bei der Anhörung im Innenausschuss des Deutschen Bundestages im Mai 2012 ausdrücklich gegen diese Option ausgesprochen und vor solchen Ideen gewarnt. Der Autor muss es wissen: Er war in dieser Anhörung als Sachverständiger für die Linksfraktion des Deutschen Bundestages aktiver Teilnehmer.
Der verstorbene Wolfgang Dicke war Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und selbst Waffensachverständiger. Vor seinem Leben als Polizist, unter anderem in Verwendung beim Aufbau von Spezialeinheiten im Land Nordrhein-Westfalen, hatte Dicke jedoch ursprünglich einen ganz anderen Beruf gelernt: Er war Journalist. In einem Brief fragte er den Autor schon im Jahr 2012 ganz offen:
„Ich habe während meiner Amtszeit als Bundesgeschäftsführer der GdP und später über meinen Ruhestand hinaus als Beauftragter der GdP für Waffentechnik und Waffenrecht mit sehr vielen Journalisten gesprochen, auch mit solchen von TV-Magazinsendungen. So haben wir uns ja auch kennen gelernt. Ich erinnere mich noch gut an Ihre Beiträge wie z.B. "Mangelnde Kontrolle" bei Frontal 21 vom 17. März 2009, "Reformversagen nach Amoklauf - Sieg der Waffenlobby" vom 19. Mai 2009 ebenfalls bei Frontral 21 oder "Mängel bei der Durchsetzung des SWaffenrechts" bei RBB vom 7. Oktober 2010, um nur einige zu nennen. Wir waren wahrlich nicht immer der gleichen Meinung, doch darum geht es auch nicht. Es geht darum, den alten journalistischen Grundsatz "Die Meinung ist frei, aber die Fakten sind heilig" zu achten. Ich habe das jedenfalls noch so bei meinem Tageszeitungsvolontariat gelernt, ehe ich in den Polizeibereich gewechselt bin. Gilt das heute nicht mehr?“
Und er mahnte ausdrücklich schon damals: „Eine Besinnung auf eine sachliche Debatte um den privaten Waffenbesitz tut also Not - und da wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie Ihren Beitrag dazu weiterhin leisten würden. Auf meine Unterstützung können Sie jederzeit rechnen.“
Der waffenrechtspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Marc Henrichmann, fällt zu dem gesendeten Beitrag ein vernichtendes Urteil: „Die Aussagen im Beitrag decken sich nur bedingt mit den Realitäten.“ Für einen oberflächlichen Fokus auf einen einzigen Verein seien die Diskussionen um den Legalwaffenbesitz schlicht zu komplex. Womit der Abgeordnete zweifelsfrei richtig liegt, denn schon die Größe der unterschiedlichen Vereine hätte bei einer Thematisierung aufgezeigt, dass dabei Äpfel mit Birnen vergleichen wurden. Was aber nur wenig wundert, allerorts werden Schießstände geschlossen, es mangelt an Möglichkeiten und entsprechend groß können die jeweiligen Vereine zuweilen werden. dass es dann zu statistischen Anomalien gegenüber kleinen Vereinen kommt, ist da simple Mathematik.
In der Debatte um journalistische Standards muss die Frage gestattet werden, welche Standards denn überhaupt erfüllt werden, wenn umstrittene Senatoren ob ihrer eigenen Verantwortung nicht konfrontiert werden und unter der Darstellung von Falschbehauptungen und Auslassungen dann sogar noch glänzen dürfen. Eine unabhängige, freie Presse hätte nach dem Amoklauf und angesichts der zahlreichen Versäumnisse den Rücktritt des vielfach umstrittenen Senators erzwingen können, vermutlich hätte sie dies sogar müssen, um ihrer Rolle als kontrollierende „vierte Gewalt“ gerecht werden zu können im Hinblick auf die Todesopfer.
Niemand käme auf die Idee, Claqueure und Journalisten auf eine Stufe stellen zu wollen. Der Abstand auf dieser Treppe schwindet aber wohl zunehmend und führt überhaupt erst dazu, dass sich in der Bevölkerung massives Misstrauen gegenüber den Redaktionen entwickelte. Dass Beiträge wie der hier aufgezeigte nach einem Amoklauf gesendet wurden, ist gerade deswegen weit mehr als nur noch bedenklich, es bestätigt im Prinzip die von Kritikern erhobenen Vorwürfe ausdrücklich.
Natürlich kann der Autor als Sachverständiger nur für seinen Fachbereich sprechen und es geht nicht darum, allgemeine Vorwürfe zu erheben, es geht um konkrete Kritik an diesem konkreten Beitrag. Allerdings steht die Frage im Raum, wie sich dies in anderen Fachbereichen darstellt, was etwa Handwerksmeister denken sollen, Versicherungssachverständige oder einfache Autofahrer, wenn solche „Standards“ für richtig und vertretbar erachtet werden und die Fakten der „Haltung“ offensichtlich geopfert werden. Das Misstrauen ist selbstgemacht und demgegenüber bleibt der Autor dann tatsächlich lieber bei dem, was er noch vom Redaktionsleiter von ARD Report München, Dagobert Lindlau, gelernt hat, um sich eben gerade nicht daran zu beteiligen. Robert Woodward und Carl Bernstein sind nach den Treffen mit ihrem Informanten in der Watergate-Affäre jedenfalls zweifelsfrei nicht zum damaligen US-Präsidenten Richard Nixon gegangen, um ihn über eine Verbesserung des Schutzes vor Einbrechern zu interviewen.
Es ist vorhersehbar, dass diese Kritik zu Gegenangriffen führen wird, man sich in der Sache – wie auf einem Schulhof üblich – als Clique zum Zusammenschluss berufen fühlen wird und eben gerade nicht mit dem Problemfall der journalistischen Standards wird auseinandersetzen wollen. Noch sind ja auch genügend Zuschauer übrig, noch fließen die Gebührengelder und noch ist das Problembewusstsein nur sehr gering ausgeprägt. Genau dieses fehlende Bewusstsein allerdings ist es, dass die eigentliche Gefahr darstellt, denn die Kritiker des NDR sind keine Extremisten, sie werden mit solchem Verhalten jedoch Extremisten in die Arme getrieben. Oder, um beim Beitrag zu bleiben:
Was glaubt denn der NDR bitte selbst, wie die genannten mehr als eine Million Sportschützen über den NDR nach einem solchen Beitrag denken?
Lars Winkelsdorf










